Erhard Lamparter
ist Inhaber von Konzept - Plus - Praxis Erhard Lamparter.

Die Auseinandersetzung mit der Zukunft des Unternehmens mündet zwangsläufig in die Aufstellung einer Finanz- und Erfolgsplanung verbunden mit einer schriftlichen Fixierung der Eckpunkte der gewählten Strategie bzw. eines Geschäftsplans. Dieser sog. „rote Faden“ dient den Verantwortlichen im Unternehmen dazu, Unternehmenssteuerung mit Konsequenz zu verfolgen – auch in Zeiten hoher Anforderungen im Tagesgeschäft -. Turnusmäßige Soll-/Ist-Vergleiche decken Abweichungen auf, die eine rechtzeitige Einleitung von Maßnahmen ermöglichen.
Diese oben aufgeführte Form des Controllings kann als Standard bezeichnet werden und ist unabdingbar für die Unternehmensleitung selbst wie auch für den Austausch mit Geldgebern (Gesellschafter, Finanzierungsinstitute ) im Zuge von deren Bewertung und finanzieller Unterstützungsmöglichkeit des mittelständischen Unternehmens.
Nicht alle Chancen und Risiken im Unternehmen können jedoch im bestehenden Zahlenwerk abgebildet werden, dennoch haben sie alle großen Einfluss auf die künftige Entwicklung des Unternehmens. Beispiel Vertrieb: das Unternehmen beschäftigt diverse Vertriebsmitarbeiter, von denen eine Person für die Akquisition extrem wichtig ist und nicht ausfallen sollte. Die Frage ist: Was ist zu tun, um sicherzustellen, dass sich diese Situation nicht zum Nachteil des Unternehmens ändert und z.B. perspektivisch keine Abwanderung erfolgt . Beispiel Technik: wichtige Know-how-Träger bestimmen stark den Erfolg der Prozesse im Unternehmen und damit den optimalen Fertigungsdurchlauf, Qualität und Termintreue für die Auslieferung der Produkte. Auch hier gilt die Frage: Was ist konkret zu tun, um das Know – how im Unternehmen zu halten. Beispiel Technik: Mitarbeiter haben eigene Ideen zur Optimierung der Fertigungsabläufe, artikulieren diese jedoch nicht aus eigenem Antrieb. Beispiel Technik: das Unternehmen ist abhängig davon , dass bestimmte zentrale Aggregate und Maschinen rund um die Uhr zur Verfügung stehen bzw. möglichst keine Ausfallzeiten entstehen. Die Frage ist: kann z.B. durch Vorhalten definierter prozesskritischer Ersatzteile das Risiko eines Ausfalls verringert werden?
Die Lösung bietet die strukturierte Aufarbeitung des Chancen- und Risikoprofils des mittelständischen Unternehmens durch
zu den einzelnen ermittelten Chancen - und Risikofeldern mit dem Ziel, Chancen aufzudecken und Risiken zu reduzieren, abzuwälzen oder auch aus unternehmerischer Sicht bewusst in Kauf zu nehmen .
Die einzelnen Handlungsfelder werden unter Einbeziehung der verschiedenen jeweils festzulegenden Mitarbeiterebenen strukturiert dokumentiert, an Verantwortlichkeiten zur weiteren Bearbeitung festgemacht und in einer Gesamtübersicht für die Geschäftsleitung klar und transparent und nach Prioritäten dokumentiert (Monitor). Die Aktualität dieses Chancen- und Risikoinventars wird in ca. jährlichem Abstand überprüft.
ist als Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Partner bei der Pape & Co. Gruppe.