Mittelstandsdialog

Immer mehr Unternehmer setzen auf alternative Finanzierungen, um die Liquidität zu sichern. Mittelstandsdialog informiert über Vorteile und Nutzen von Factoring, Leasing und Co. im Unternehmensalltag.

Literatur zur Finanzierung


Industrieversicherungen tendieren insgesamt stabil

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Weltweit blieben die Versicherungsprämien im dritten Quartal dieses Jahres stabil. Eine Ausnahme bildeten Sachversicherungen, wenn es um den Schutz vor Naturkatastrophen ging. Angesichts erheblicher Schäden im ersten Halbjahr sind die Versicherer vorsichtiger geworden. Dennoch blieben die Kapazitäten des Versicherungsmarkts hoch und damit der Wettbewerb intakt. Dies zeigt das vierteljährliche Marsh Insurance Market Update für das dritte Quartal 2011.

Über viele Sparten hinweg sind die Versicherer noch immer hungrig nach Neugeschäft. Wo keine spezifischen Risiken drohen und die Schadenhistorie günstig ist, können nach wie vor Preissenkungen erreicht werden.

Katastrophen-Aufschläge gab es vor allem in Japan, wo die Prämien um mehr als 30 Prozent stiegen. Versicherungsprogramme mit Schäden mussten in Einzelfällen bis zu 50 Prozent höhere Prämien akzeptieren. Auch Taiwan war von deutlichen Prämiensteigerungen betroffen, während das von der Flutkatastrophe heimgesuchte Australien lediglich Preissteigerungen um fünf Prozent hinnehmen musste, solange das jeweilige Unternehmen nicht von Schäden betroffen und die Branche nicht Bergbau war. Preissteigerungen gab es außerdem in Chile, Brasilien und den USA, während der chinesische Markt intakt blieb.

Im Rest der Welt blieben die Prämien auch bei Sachversicherungen stabil oder waren leicht rückläufig. Bei Haftpflichtversicherungen waren in vielen Ländern Prämiensenkungen möglich, und beinahe alle Länder außer China meldeten sinkende Preise für die Managerhaftpflicht (D&O). Auch die Prämien für Berufshaftpflicht und für Versicherungen für Finanzinstitute sanken leicht.

Für die Zukunft liegen vor allem in der europäischen Staatsschuldenkrise Risiken für steigende Prämien. Risikoexpositionen ergeben sich hier besonders aus den Beständen der Versicherer und Rückversicherer an Unternehmensanleihen oder Aktien sowie durch Barmittelbestände. Eine Entwertung könnte die Kapazitäten im Versicherungsmarkt verringern und damit den Wettbewerb schwächen. Steigende Versicherungsprämien wären fast zwangsläufig die Folge.

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Dr. Georg Bräuchle

ist Mitglied der Geschäftsführung der Marsh GmbH.

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Dr. Georg Bräuchle

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Petra Zimmermann-Schwier

ist als Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Partner bei der Pape & Co. Gruppe.

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