Strategischer Finanzierungsmix zur Sicherung der Liquidität immer wichtiger

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Nach der Finanzkrise 2008 schlossen sich die wirtschaftlich stärksten Länder zusammen, um eine Strategie zu entwickeln, wie solche Situationen künftig vermieden werden können. Eine Hauptursache der Krise war, dass eine Reihe von Banken nicht über genügendes Eigenkapital – das sogenannte Kernkapital – verfügten und somit Risiken nicht absichern konnten. Immer wieder mussten Staaten eingreifen und die Banken retten. Aus diesem Grund wurden vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht strengere Regeln für Banken beschlossen, die unter anderem die Eigenkapitalunterlegung bei der Vergabe von Krediten regulieren sollen. 2014tritt nun dieses Reformpaket Basel III schrittweise in Kraft. Die neuen Richtlinien schreiben den Banken sowohl eine Erhöhung ihrer Eigenkapitalbasis, als auch eine Verbesserung des Liquiditätsmanagements vor. Die Vorschriften verlangen, dass die Geldhäuser künftig sechs Prozent der Risiken mit Kernkapital unterlegen. Gleichzeitig müssen die Banken über dieses Kapital dauerhaft und ohne Einschränkungen verfügen können. Bisher waren es lediglich 2 Prozent. Die strengeren Vorschriften sollen für mehr Sicherheit an den Kapitalmärkten sorgen und das Risiko der Haftung für die öffentliche Hand reduzieren.

Besonders der Mittelstand ist betroffen
Auf den ersten Blick eine positive Entwicklung, doch ist auf den zweiten Blick zu erkennen, dass sie auch gravierende Nachteile für die Realwirtschaft mit sich bringt. Vor allem für den Mittelstand wird die Sicherung ausreichender Finanzierungslinien schwieriger. Die Aufstockung der Eigenkapitalbasis schränkt die Fähigkeit der Banken, Kredite zu verteilen, weiter ein. Die Folgen sind schlechtere Kreditkonditionen oder Absagen von Kreditanfragen. Der Verband mittelständischer Unternehmen rechnet mit einer durchschnittlichen Steigerung der Kreditkosten von 0,54 Prozent und einer Verringerung des angebotenen Kreditvolumens von 2,47 Prozent bis 2019. In Summe: Kredite werden für kleine und mittelständische Unternehmen teurer, im schlimmsten Fall erhalten sie gar keine mehr. Umso wichtiger wird es daher vor allem für Unternehmen ohne Top-Bonität, sich nach alternativen Finanzierungsmethoden umzusehen, um bei unvorhergesehenen Liquiditätsengpässen oder anstehenden Investitionen schnell und zuverlässig die nötigen finanziellen Mittel zu erhalten.

Sale & Lease Back schafft Liquidität
Zur Sicherung der Liquidität sollten Unternehmer daher auf zusätzliche alternative Finanzierungen und mehrere Geldgeber setzen. Mögliche Ergänzungen können je nach Spezifika und Unternehmensmodell Factoring, Einkaufsfinanzierung oder verschiedene Leasinglösungen sein. Eine spezielle Form der Finanzierung stellt Sale & Lease Back dar. Beim Sale & Lease Back verkauft der Eigentümer gebrauchte Maschinen oder Anlagen und least diese direkt wieder zurück. Das bringt sofort frisches Kapital ins Unternehmen, die Eigenkapitalquote wird gestärkt und das Unternehmen macht sich damit auch für klassische Finanzierungspartner wieder attraktiver. Darüber hinaus bleiben die Vorteile des Leasings erhalten. Während bei den meisten Anbietern dieser Finanzierungsmethode die Bonität des Unternehmens eine zentrale Rolle spielt, steht diese bei Maturus Finance nicht im Vordergrund. Im Fokus steht dagegen die Werthaltigkeit und Fungibilität der anzukaufenden Maschinen. Mit diesem Finanzierungsansatz, auch bekannt als „Asset Based Finance”, können mittelständische Firmen stille Reserven heben und auf dem Wege einer reinen Innenfinanzierung dringend benötigte Liquidität zum Wachsen, Akquirieren oder auch Sanieren erhalten. Eine Voraussetzung für den Einsatz ist, dass das Unternehmen über einen diversifizierten, universal einsetzbaren und werthaltigen Maschinenpark verfügt. Damit eignet sich das Finanzierungsmodell hervorragend für die Liquiditätsgewinnung produktionslastiger Unternehmen, zum Beispiel aus der Metall- bzw. Kunststoffverarbeitung, dem Baugewerbe, der Lebensmittelherstellung, der Textilproduktion oder der Verpackungsindustrie. Finanziert wird beim Sale & Lease Back in der Regel keine einzelne Maschine, sondern der gesamte Maschinenpark.

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