Prozessdesign als Wertschöpfung

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Nach verzweifelten Versuchen, dem Shareholder-Value Gedanken Rechnung zu tragen und überstandener Bankenkrise ist man bei den Unternehmen endlich wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück gekommen.

Das zuvor angeblich noch auszuschöpfende Einsparpotential – insbesondere bei den Personalkosten - läuft zwischenzeitlich ins Leere, zu Mal der Verlust an Know-How und Kompetenz in den eigenen Reihen mehr zu Schwierigkeiten als zu Spareffekten führt.

Was die einen Konzerne und Unternehmensgruppen über Einführung eines Shared Service Centers einzusparen glaubten, haben andere wiederum durch harte Kappung des Personalbestandes versucht.

Folge:

  • Zusätzliche Probleme in der Umsetzung von Projekten
  • Qualitätsverluste sowohl im Bereich Finanzen als auch in der Kundenbetreuung
  • Einschränkungen in der Aussagekraft des mtl. Reportings
  • Zusätzlicher Reportingaufwand durch Bindung abteilungseigener Bereitstellung von Reports
  • Demotivation innerhalb der Belegschaft
  • Generierung von Überstunden
  • Und, und, und...

Warum ist das so?

Wo bleibt die Einsicht seitens der Geschäftsführung, den Sparwillen pragmatisch anzugehen?

Ein Großteil des Sparpotential schlummert immer noch im Bereich Prozessdesign, welcher trotz Einführung einer kostenträchtigen ERP-Software längst nicht ausgenutzt wird.

Gerade dieses Tool ist geeignet, um dem Workflow-Gedanken zu unterstützen. Gerade die durchgängige Bearbeitung eines Arbeitsablaufes von der Angebotserstellung bis hin zur Mahnung über ein schlüssiges System entspricht dem Gedanken eines sachdienlich ausgenutzten ERP Systems.

Das Reporting durch Subsysteme wie z. B. MIS, Hyperion, Corporate planner usw. spielen dabei ebenfalls eine wesentliche Rolle und müssen automatisiert an das Hauptsystem angebunden sein.

Alle anderen Arbeitsweisen (z. B. upload in Excel) binden Ressourcen und sind eine der kostspieligsten Methode, die Manpower bis hin zur Tochtergesellschaft binden und für stetig strapazierte Mitarbeiter sorgen.

Die nicht ausgenutzten Möglichkeiten der automatisierten Archivierung inkl. aktives Scanning sowie der Dokumentenversand per e-mail mit Hilfe der elektronischen Signatur bieten Einsparpotential, das mangels know-how aufgrund fehlender Mitarbeiter selbst heute noch viel zu selten zum Tragen kommen.

Sofern dies Mitarbeiter nicht mehr zur Verfügung stehen, kann dies Lücke kurzfristig über den Interim Manager geschlossen werden, um den authentischen Mitarbeiter beim Tagesgeschäft zu entlasten und diese Projekte mit vollem Einsatz umzusetzen. Der fachkompetente Interim Manager erreicht dort trotz kurzfristig ansteigenden Beraterkosten ein dauerhaft besseres Kosteneinsparpotential durch fachlich versierte Beratung sowie fachliche Prozessbetrachtung von Außen. Die Kosteneinsparung wird das Beraterhonorar nachhaltig übersteigen.

Der richtig aufgesetzte Prozess setzt die Ressourcen frei, die von Mitarbeitern benötigt wird, um innovative Ideen innerhalb des Unternehmens umzusetzen und somit das gewünschte Sparpotential dauerhaft und stetig zu generieren. Eine Kürzung der Personalkosten findet dann automatisch über Umstrukturierung nach Ausscheiden von Mitarbeitern altersbedingt oder durch normale Fluktuation statt und bietet andern Kollegen Chancen zur Verwirklichung in anderen Positionen.

Der Sozialplan ist nur ein Mittel bei drohender Insolvenz und bestätigt die vorherigen Fehler in der Personalplanung sowie der Strukturierung von Unternehmen und Prozessen insgesamt.

Die dadurch generierte Motivation bei der Belegschaft geht einher, und ist dem Spargedanken durchaus zuträglich.

Das Geld liegt direkt am Arbeitsplatz, man muss es nur aufheben.

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