Networking - ein Praxisbeispiel

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Mein erstes Geschäft auf einem Business-Netzwerk entwickelte sich eher zufällig. Auf einem der vielen Community-Treffen in Berlin sprach mich ein Herr an und sagte:

„Wir kennen uns und sind miteinander vernetzt. Jetzt sehe ich Sie endlich in natura und muss feststellen, dass Ihr Bild kaum mit Ihnen übereinstimmt“

Als ich noch am sinnieren war, ob das nun ein Kompliment oder eine Kritik war redete er weiter. Er sprach darüber, dass er bei einem Business-Netzwerk noch keine Geschäfte gemacht hätte und von solchen Treffen eher frustriert zurück käme. Bei aller Präsenz, käme niemand in seinen Laden. Nun stellte sich heraus, dass es sich bei dem Herrn um den Inhaber mehrerer Frisörläden handelte. Gemeinsam „beklagten“ wir nun den Umstand, dass ein Geschäft über Online-Networking nur sehr schwer zu realisieren wäre.

Nach ein paar Minuten kam der Veranstalter des Events auf uns zu und fragte, ob wir die Gelegenheit nutzen möchten und uns auf der Bühne – per Micro- kurz vorstellen möchten. Mein Gesprächspartner winkte ab – 30 Sekunden wären zu kurz und außerdem wäre das nicht sein Ding – ich sagte einfach zu.

 

Foto: photocase

So nach der 5. Vorstellung war ich mit meinem elevator pitch dran und stellte mich und meine Dienstleistungen kurz vor. Nach dem ich wieder unten war sprach mein Gesprächspartner mich erneut an. Er war völlig erstaunt, dass ich auch in Sachen Konfliktmanagement unterwegs war und sagte, dass er auf der Suche genau in diesem Bereich wäre. Seine Filialleiterinnen hätten in diesem Bereich erheblichen Nachholebedarf. So entwickelte sich ein interessantes Gespräch in dessen Ergebnis ich den Auftrag für 5 Schulungsmodule bekam.

Auf dem Heimweg nach der Veranstaltung in der S-Bahn wurde mir klar, die Ursache für meinen Erfolg lag in dem kleinen Wörtchen AKTIVITÄT.

Wer weiter darauf wartet, dass das Business-Netzwerk für ihn Geschäfte besorgt oder dass nach zwei drei Beiträgen im Forum Geschäftsangebote ohne Ende einflattern wird noch lange warten müssen. Auf so einer Plattform ist es wie im „richtigen“ Leben. Geschäft macht derjenige der sich rührt und kümmert.

Eine Gruppe zu gründen ist dazu ein wunderbares Mittel. Hier erreicht jeder eine Vielzahl von Menschen. Wir, zum Beispiel, haben mehr Rubriken als die meisten anderen Gruppen und wir wachsen dynamisch täglich weiter.

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