Nachhaltig investieren, aber wie…

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In Zeiten der Finanzkrise, oder danach, schon vor der nächsten, wer weiß, dass schon, denn uns wird ja so vieles weiß gemacht, ist es nicht gerade leicht sein Geld sinnvoll anzulegen.

Mit einem ausreichenden Maß an Sicherheit, attraktiver Rendite, steuerlich optimiert und vielleicht sogar noch nachhaltig, ökologisch und ethisch korrekt, moralisch einwandfrei.

Der wichtigste Aspekt, den ich in meinen Kundengesprächen immer wieder finde, ist Flexibilität und das ist auch eine Hauptvoraussetzung für eine Investition, denn wer kann mir heute sagen, wie die Welt morgen aussieht und wie in 10, oder 20 Jahren, welchen Prognosen kann man noch Glauben schenken. Kommt eine Inflation, oder eine Deflation, der totale weltweite Wirtschaftszusammen-bruch, was passiert 2012 ???

Eine Solaranlage kann nach heutigen Gesichtspunkten sehr interessant sein, aber wie sieht das in 25 Jahren aus, denn das ist oft die Laufzeit für die sich der Kunde als Investor hier verbindlich festlegen muss, aber es gibt auch kurzfristige Anlagemöglichkeiten in diesem Bereich.

Meiner Meinung nach sollte man sein Geld als Einmalbetrag momentan nicht länger als 5 Jahre binden, die Ausschüttungen müssen dem Risiko entsprechen und diese können durchaus auch bei weitest gehender Sicherheit um die 8% p.A. liegen. Diversifikation ist ein weiterer wichtiger Punkt bei der Geldanlage, niemals alles auf eine Karte setzen und das heißt auch, dass es nicht ausreichend ist nur in einem Anlagesegment zu diversifizieren, wie beispielsweise Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern zu kaufen, weitere Assetklassen wie z.B. geschlossene Fonds, Sachwerte (Immobilien, Gold), die nicht miteinander korrelieren, sollten mit einbezogen werden, um ein weitgefächertes Portfolio aufzubauen.

Auf jeden Fall ist Liquidität ein Punkt, der immer berücksichtigt werden muss, denn wenn man sein gesamtes Barvermögen so anlegt, dass man nicht mehr darüber verfügen kann, entsteht wieder Inflexibilität. Daher ist eine prozentualer Anteil von 20 bis zu 50% in Tagesgeld, was jederzeit verfügbar ist unumgänglich, auch wenn es dort momentan leider nur sehr niedrige Zinsen gibt, merkwürdigerweise werden diese nicht bei den Dispositionskrediten nach unten angeglichen, also ist hier natürlich die erste Ansatzstelle, auch für die Leute, die gar kein Geld zum Investieren übrig haben, umschulden mit niedrigeren Zinssätzen und auch durch Tilgung entschulden, auch diesbezüglich gibt es Möglichkeiten, die ich dem Kunden gerne aufzeigen kann.

Das niedrige Zinsniveau hat allerdings auch Vorteile, und zwar für den Erwerb von fremdgenutzten Immobilien, was zur Folge hat, dass ich diese günstig finanzieren kann und somit der Mieter und der Staat durch Nutzung von steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten dafür sorgen, dass das Darlehen abbezahlt wird und das Haus, oder die Wohnung dann ohne großen Eigenkapitalaufwand in das eigene Vermögen mit einfließt, in diesem Fall kann auch eine längere Laufzeit in Kauf genommen werden, wichtig ist hier, dass das Objekt einen günstigen Kaufpreis hat, die Mieteinnahmen gesichert sind und ein unabhängiges Gutachten vorliegt, was a) den Wert bestätigt und b) das keinerlei bauliche Mängel bestehen, die eventuell dazu führen, das Geld nachinvestiert werden muss.

Von Zertifikaten, Anleihen, Inhaberschuldverschreibungen und ähnlichen Investitionsmöglichkeiten rate ich grundsätzlich ab, da diese keinerlei dingliche Sicherheit bieten, letzten Endes ist es nur ein Papier, was bei einer Insolvenz zum Totalverlust führt (s. Lehman Brothers), abgesehen davon wird hier teilweise wirklich mit virtuellen Kontrakten gehandelt, was auch dazu führt dass der Ölpreis mittlerweile nicht mehr durch Angebot und Nachfrage geregelt wird, sondern mehr oder weniger durch wetten, da kann man genauso gut einen Abend im Spielcasino verbringen, wo der Einsatz zumindest begrenzt ist und noch das wahrhaftige Spielerlebnis dazu kommt.

Generell macht eine Anlage in Aktien und Wertpapiere meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man dies über einen langfristigen Sparplan macht, d.h. über mindestens 10 Jahre mit regelmäßigen monatlichen Einzahlungen und entsprechender Flexibilität, d.h. das z.B. auch zwischendurch über das angelegte Kapital unter Berücksichtigung des aktuellen Kurswertes verfügt werden kann, zudem sollte , wie bei zertifizierten Riester Produkten garantiert sein, dass zumindest das angesparte Kapital bei Ablauf wieder zurück fließt und keine Verluste entstehen können. Bei einer Einmalanlage weiß man immer erst zu einem späteren Zeitpunkt, ob der Kaufkurs günstig oder ungünstig war, über den monatlichen Sparplan profitiert der Kunde vom Cost-Average-Effekt, der dazu führt, dass automatisch mal zu einem höheren und mal zu einem niedrigeren Kurswert Anteile erworben werden. Eine zusätzliche Absicherung durch computergesteuerte Stopp-Loss-Ziele, die man in Depots durch eine Software integrieren kann ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn nicht ein ausreichendes Vermögensmanagement durch den Sparplan gegeben ist.

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