Maßnahmen und Fördermöglichkeiten zur Senkung der Energiekosten

lampe groß.jpg

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Unternehmen ihren Energieverbrauch durch die Steigerung der Energieeffizienz erheblich senken können. Trotzdem werden in der Praxis diese Potenziale noch nicht ausgeschöpft. Wer heute im Bereich der Energie nicht effizient handelt, ist morgen nicht mehr konkurrenzfähig! Unternehmen ist oft unklar, welche Einsparpotenziale im eigenen Unternehmen bestehen und wie diese vergleichsweise einfach gehoben werden können. Hier kann eine Energieeffizienzberatung helfen, welche bei registrierten Beratern über die KfW bezuschusst werden.

Energiekosten mit Lastmanagement senken

Energieeffizienz ist für Unternehmen die einfachste und wirtschaftlichste Form, um die Belastung durch die steigenden Energiekosten zu reduzieren.

Seit Februar 2008 wird mit dem Sonderfonds Energieeffizienz in KMU die Energieeffizienz von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gezielt gefördert. Neben der Bezuschussung von Energieberatungen können Unternehmen Investitionen in die Energieeffizienz über den Sonderfonds Energieeffizienz in KMU zinsgünstig finanzieren.
Im Rahmen des Programms werden Zuschüsse für qualifizierte und anbieterunabhängige Energieeffizienzberatungen in Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Freiberufler gewährt. Unternehmen erhalten für die ein- bis zweitägige Initialberatung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 80 Prozent des vereinbarten Tageshonorars (maximal 640 Euro pro Beratungstag und 1.280 Euro insgesamt). Unternehmen erhalten für eine bis zu zehntägige Detailberatung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 60 Prozent des förderfähigen Tageshonorars (maximal 480 Euro pro Tag und 4.800 Euro insgesamt).

Im Rahmen der zweitägigen Initialberatungen in verschiedenen mittelständigen metallverarbeitenden Unternehmen wurden dabei neben der Gebäudehülle insbesondere im Bereich Anlagentechnik erhebliche Einsparpotentiale erkannt. So sind häufig veraltete und ineffiziente Heizungs- und Druckluftanlagen beziehungsweise ernergieintensive Beleuchtungstechnik vorzufinden. Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen sind in der Regel hoch rentabel, nicht selten mit einer internen Verzinsung im zweistelligen Bereich. Aber nicht immer sind Investitionen notwendig, um die Energiekosten in dem Unternehmen zu senken. Oft führen schon kleinere Anpassungen im Arbeitsablauf oder ein bewusstes Abschalten nicht benötigter Geräte und Anlagen zu erheblichen Einsparungen. So wurden bei einem mittelständigen Automobilzulieferer hohe Stromschwankungen festgestellt. Die dabei entstandenen Lastspitzen verursachten hohe Kosten bei Versorgern und dem Unternehmen. Mit einem gleichmäßigen Energiebezug bei dem die Lastspitzen „gekappt“ werden, lässt sich die Stromrechnung erheblich drosseln. Mit einem Lastmanagement wurden die Leistungsspitzen begrenzt und damit die Kosten für die benötigte Leistung gesenkt, ohne den Betriebsablauf zu beeinflussen. Dabei werden besonders geeignete Verbraucher wie Heißluftgebläse, Warmwasserbereiter, Lüfter für die Raumlüftung und ähnliches gezielt zu- und abgeschaltet. Mit geringen Investitionen kann das Unternehmen so seine jährlichen Stromkosten um ca. 7.000 EUR senken.

Artikel weiterempfehlen»

Kommentare

Kommentar schreiben