Leasing - Die Mischung macht's

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Leasing gibt es nun seit genau 51 Jahren in Deutschland. Letztes Jahr hat der Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen BDL den 50. Geburtstag des Produktes Leasing mit einem großen Festakt in Berlin gefeiert. Trotzdem ist die Wahrnehmung von Leasing oft auch bei Profis eine verzerrte. Leasing, das machen doch nur die, die kein Geld mehr von der Bank bekommen. So hieß es früher oft. Heute hört man gern: Leasing? Was kostet das denn effektiv? Wann haben Sie eigentlich Ihren Vermieter das letzte Mal gefragt, wie hoch der Effektivzins Ihrer Wohnungsmiete ist? Klingt schon irgendwie komisch und ist es eigentlich auch. Dass die Wahrnehmung so ist, hat damit zu tun, dass Leasing oft von großen Bankentöchtern angeboten wird. Nicht als Alternative, etwa zu einer Darlehensfinanzierung, sondern eher als Ersatz, als Surrogat. Doch das ist nicht richtig. Dabei ist es sehr einfach. Leasing ist eine Finanzierungsmöglichkeit neben vielen anderen, mit eigenen Vorteilen und – wie so oft – macht es erst die richtige Mischung. Und die ist wichtig, gerade für den Mittelstand. Der ist zwar ganz wichtig – für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unser aller Leben – doch immer, wenn es darauf ankommt, wird er gerne von denen da oben zur Kasse gebeten, ansonsten jedoch leicht vergessen.

Leasing, welchen Sinn macht das?

Darum muss sich der Mittelstand eben um sich selbst kümmern. Macht ja sonst keiner. Also muss man seine Finanzen sorgfältig führen. Typische Vorteile von Leasing sind zum Beispiel eine verbesserte Liquidität, weil eigene Mittel nicht im Anlagevermögen gebunden werden, sondern für andere Finanzierungserfordernisse genutzt werden können, etwa wenn ein Kunde die Zahlungsziele strecken muss. Das nicht im Anlagevermögen gebundene Kapital kann im Umlaufvermögen genutzt werden, um Skonti und Rabatte zu ziehen und damit einen ähnlich positiven Effekt auf die Rentabilität haben wie Factoring. Mit dem Pay as you earn Gedanken ist es mit Leasing möglich mit der Anschaffung eines Anlagegutes sofort Geld zu verdienen, ohne zuvor eigene Mittel zu erwirtschaften. Schließlich greift eine Leasingfinanzierung auch nicht in den vielleicht für andere Dinge (Kontokorrent/Immobilie etc.) benötigten Kreditrahmen der Hausbank ein. Aber neben diesen vielleicht schon bekannten Effekten gibt es noch weitere – strategische. So ist es unternehmerisch klug, seine Finanzierungsverbindlichkeiten auf möglichst mehrere Schultern zu verteilen. Da man für einen Kontokorrent in der Regel einen Kredit braucht, sollte man Anlagegut im Idealfall alternativ finanzieren. Kredite bekommt man in der Regel nur von großen Geldinstituten, die häufig sehr systemisch und schwerfällig arbeiten. Bei den Leasinganbietern gibt es oft Spezialisten, die auf Augenhöhe ansprechbar sind. Diese können oft Objektwerte, Marktchancen und -risiken viel besser bewerten.

Leasing, das empfehlen wir!

Unsere Empfehlung an Mittelständler: Die Mischung macht’s! Mit der Bank finanziert man, was alternativlos nur mit der Bank gemacht werden kann. Für Investitionen in Mobilien gibt es Leasing oder den Mietkauf – für den Absatz Factoring. Das eigene Pulver bitte trocken halten für harte Zeiten und Besonderes. Denn alle Finanzierer geben am liebsten dem Geld, der bereits welches hat. Und seit Basel III müssen sie dies auch.

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