Interview zum Thema "Factoring als Bestandteil einer erfolgreichen Strategieplanung im Unternehmen"

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mittelstandsdialog im Gespräch mit Matthias Bommer, Geschäftsführer der Elbe-Factoring GmbH, zum Thema strategische Finanzplanung.

mittelstandsdialog: Unternehmen beschäftigen sich immer wieder mit der strategischen Planung für die verschiedensten Bereiche wie Personal, Vertrieb und Finanzierung. Welche Tipps geben Sie einem Mittelständler für eine erfolgreiche Finanzplanung?

Bommer: Nachdem die Konjunktur wieder anzieht gilt es, im Unternehmen ausreichend Liquidität für weiteres Wachstum zu beschaffen. Dabei geht der Trend eindeutig zum Finanzierungsmix.

mittelstandsdialog: Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der klassische Bankenkredit?

Bommer: Nach wie vor haben die meisten Firmen einen Kontokorrentkredit bei ihrer Hausbank. Eine Erweiterung der Kreditlinie ist jedoch meist mit höheren Konditionen oder zusätzlichen Sicherheiten verbunden. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage im vergangenen Jahr haben sich die Ratings der Kunden teilweise verschlechtert. Daher müssen Banken für dasselbe Kreditvolumen mehr Eigenkapital hinterlegen.

mittelstandsdialog: Über welche Wege kann dann ein Unternehmer zusätzliches Kapital erhalten?

Bommer: Als Ergänzung funktionieren hier alternative Finanzierungen wie zum Beispiel Factoring, Leasing oder Sale-and-lease-back. Der Unternehmer gewinnt damit Kapital aus internen Reserven. Das wird beim Factoring durch den fortlaufenden Verkauf von Forderungen umgesetzt, beim Sale-and-lease-back werden gebrauchte Maschinen oder Anlagen zu Liquidität. Er verkauft diese an ein unabhängiges Finanzhaus und least sie anschließend zurück.

mittelstandsdialog: Ist Factoring nicht nur etwas für große Unternehmen und wie funktioniert Factoring?

Bommer: Als das Finanzierungsinstrument Factoring nach Deutschland „schwappte“, wurde die Dienstleistung oft erst bei Unternehmen mit größer zehn Millionen Euro Jahresumsatz angeboten. Heute ist Factoring auch für kleine Unternehmen bereits ab 100.000 Euro Jahresumsatz und in fast allen Branchen einsetzbar. Durch den fortlaufenden Verkauf der Rechnungen an eine Factoring-Gesellschaft erhält der Factoring-Kunde sofort Kapital, mit dem er arbeiten kann. Zudem sind seine Forderungen gegen Ausfall versichert und der Factor übernimmt das Debitorenmanagement. Und dies ohne zusätzliche Sicherheiten.

mittelstandsdialog: Welche weiteren Finanzierungsmöglichkeiten gibt es neben Factoring für Unternehmen, die keine klassischen Werte wie Maschinen, Anlagen oder Immobilien besitzen?

Bommer: Das kommt auf den Einzelfall drauf an. Ist Factoring keine geeignete Lösung, kann gegebenenfalls Liquidität aus Patenten oder Marken gewonnen werden. Über Sale-and-lease-back lassen sich auch solche Assets zu Kapital machen. Weitere Möglichkeiten sind Beteiligungskapital, Fördermittel oder Mezzanine. Jedes Unternehmen wird detailliert geprüft und gemeinsam mit dem Kunden kann dann eine passende Lösung gefunden werden.

mittelstandsdialog: Vielen Dank, Herr Bommer, für das Gespräch.

Weitere Informationen unter www.elbe-factoring.de

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