Deutsche Wohnimmobilien – Inflationsschutz im Blickfeld der Anleger

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Die Wohnimmobilienpreise in Deutschlands begehrten Lagen der Metropolen sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Nicht zuletzt die Sorge um den Euro treibt die Anleger in Sachwerte. Doch nach wie vor bietet der Markt für deutsche Wohnimmobilien interessante Anlageobjekte – für den Anleger, der selektiv vorgeht.

Es vergeht kein Tag, an dem nicht in den Medien über latente Inflationsgefahren oder die Eurokrise berichtet wird. Erst erwischte es Griechenland, dann drohte Spanien, Italien, Irland und Portugal in den Sog zu geraten. Aktuellster Fall ist Zypern, welches wie Griechenland mit einer Staatspleite konfrontiert ist. Derweil fallen Zinsen auf historische Tiefstände und machen Investments in Anleihen seit längerer Zeit zunehmend unattraktiv. Die Notenbanken versuchen die Staatskrisen mit billigem Geld zu bekämpfen. Professor Max Otte äußerte sich dazu jüngst im Fachmagazin Procontra: „Wir bekämpfen derzeit die Krise mit demselben Mittel, mit dem wir sie verursacht haben: mehr Schulden, mehr billiges Geld."

Immobilien gelten seit jeher als idealer Schutz vor Inflation und Währungskrisen. Wenngleich die Preise in vielen Lagen bereits deutlich gestiegen sind, bieten sich am Markt nach wie vor gute Kaufgelegenheiten. Zur Aufregung besteht für Immobilienmarkt-Investoren tatsächlich kein Grund, sieht man von einzelnen Städten oder Stadtvierteln ab, in denen die Kaufpreise schneller steigen als die Mieten. Denn generell ist die Lage auf Deutschlands Immobilienmarkt gut - und der Markt für Investoren so attraktiv wie nie. Das belegt ganz aktuell eine Studie des Beratungshauses Ernst & Young. Für das Trendbarometer zum Immobilieninvestmentmarkt 2013 haben die Experten 120 Investoren befragt, vor allem Banken, Versicherungen, Immobilienfonds und börsennotierte Immobiliengesellschaften. 41 Prozent der Befragten schätzen den deutschen Immobilienmarkt als sehr attraktiven Standort für Investments ein, weitere 58 Prozent finden ihn immer noch attraktiv. Im Europäischen Vergleich kommt der deutsche Markt sogar noch besser an: Mehr als zwei Drittel der 500 europaweit befragten Investoren bezeichnen den hiesigen Immobilienmarkt als "sehr attraktiv". Die Experten von Ernst & Young gehen davon aus, dass die hohe Dynamik am deutschen Immobilienmarkt noch anhalten wird.

Käufe lohnen sich vor allem in großen Städten mit einer starken Wirtschaft wie Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und Köln, in denen hohe Gehälter gezahlt werden und in denen die Infrastruktur mit Kitas, Schulen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten gut ist. Da die Bevölkerung immer älter wird, sind Wohnungen gefragt, in denen ältere Menschen zurechtkommen: Gemeint sind Häuser mit Aufzug.

Auch in Sachsen werden einige Städte mittlerweile attraktiv für Anleger. Grund dafür ist der Bevölkerungszuwachs in einigen Städten wegen der verbesserten wirtschaftlichen Lage, der sich positiv auf die Immobilienpreise auswirkt. "Die einen ziehen Leipzig und Dresden als Firmenstandorte an, die anderen Greifswald und Jena als Universitätsstädte", sagt Malte Maurer vom Immobiliendienstleister Jones Lang Lasalle. Potsdam profitiere von der Nähe zu Berlin.

Anlageprofi Daniel Feyler erklärt, worauf Anleger bei der Auswahl einer attraktiven Immobilie unbedingt achten sollten. „Um keinen Reinfall zu erleben und nicht auf leeren Wohnungen oder hohen Folgekosten sitzen zu bleiben, sollten Immobilienkäufer gemeinsam mit Ihrem Experten für Kapitalanlageimmobilien folgende Punkte intensiv prüfen:

  • Besitzt das Objekt sowohl eine ausgezeichnete Makro-, als auch Mikrolage?
  • Verfügt der Standort über ausreichend Potential hinsichtlich Miet- und Wertsteigerung?
  • Wurde die jüngste Sanierung von einem TÜV-Gutachter begleitet?
  • Stellt das Verhältnis von Kaufpreis zu Jahreskaltmieten unter Einbeziehung aktueller Standortfaktoren ein interessantes Investment in Aussicht?“

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