Mit Finetrading die Finanzierung flexibler gestalten

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Bis zum 16. März 2013 musste die EU-Richtlinie „zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr“ eigentlich in deutsches Recht umgesetzt sein. Zwar wurde diese Frist versäumt, aber auf lange Sicht wird das Gesetz kommen. Was in anderen EU-Mitgliedstaaten mit geringerer Zahlungsmoral ein Segen ist, könnte für viele deutsche Unternehmen ein Fluch werden. Das jedenfalls fürchten Verbände wie die Bundesvereinigung Bauwirtschaft oder der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Denn sie haben Sorge, dass die geplante Neuregelung dazu führen könnte, dass in der Zukunft 60 Tage als die Regelzahlungsfrist angesehen werden. Das könnte zur Folge haben, dass Lieferanten unter Umständen länger auf ihr Geld warten müssen als bisher.

Der Einsatz der Wareneinkaufsfinanzierung Finetrading bietet eine Lösung des Problems. Hierbei arbeitet das einkaufende Unternehmen mit einem Zwischenhändler, dem Finetrader, zusammen. Dieser zahlt die Lieferantenrechnung sofort. So wird zum einen Zahlungsverzug vermieden und gleichzeitig entfällt das Risiko, dass der Vertragspartner nicht zahlt. Der Abnehmer wiederum profitiert von einem langen Zahlungsziel, welches ihm der Finetrader gewährt und das weit über die 60 Tage hinausgeht. So kann sich der Käufer mit der Begleichung der Rechnung Zeit lassen und dennoch werden die Gesetze beachtet. Der Käufer kann seinerseits zunächst produzieren, verkaufen und Einkünfte erzielen, bevor er Geld ausgeben muss.

Einfacher und transparenter Ablauf

Eine zusätzliche Stärke des Modells ist der unkomplizierte Beantragungsprozess. Die Dienstleistung steht dem Kunden schnell zur Verfügung und ist flexibel einsetzbar. So können Unternehmen auch kurzfristige Aufträge annehmen, selbst wenn sie die nötigen Rohstoffe für die Produktion zunächst nicht aus eigener Tasche zahlen wollen. Das Unternehmen bleibt in seinen Entscheidungen aber frei. Auch wenn der Zwischenhändler eine zeitlang in die Einkaufsfinanzierung eingebunden ist, greift er nicht in die Verkaufsverhandlungen ein.

Der Prozess des Finetrading ist einfach. Zunächst verhandelt der Käufer, wie er es gewohnt ist, mit seinem Lieferanten. Ist er sich mit diesem einig geworden, schickt einer von beiden das Angebot des Lieferanten beziehungsweise die Bestellung des Kunden an den Zwischenhändler. Der Zwischenhändler hält mit dem Warenkäufer schriftlich fest, dass er zu den ausgehandelten Konditionen die gewünschte Menge der entsprechenden Ware bestellt. Danach verkauft er die Güter unmittelbar an den Käufer der Waren weiter, der sie wie üblich direkt vom Lieferanten erhält. Finetrading beeinträchtigt demnach nicht die bewährten Abläufe. Es hilft lediglich, die Vorgänge zu optimieren, bei denen es bisher zu Problemen kommen konnte.

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