Factoring in der Metallindustrie und dem Metallhandwerk als strategischer Baustein der Unternehmensfinanzierung

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Die letzten Monate waren in der Metallindustrie und dem Metallhandwerk durch ein stetes Wachstum gezeichnet. Der Auftragseingang aus dem In- und Ausland als Indikator für die künftige Produktion hat ebenfalls deutlich zugelegt. Dennoch erwarten verschiedene Branchenverbände, wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung, das Niveau von vor der Krise voraussichtlich erst 2012.
Die Unternehmer stehen vor vielen Herausforderungen, um weiteres Wachstum zu realisieren. Dazu gehören das Finden von Personal genauso wie Prozessoptimierungen und die Sicherung der Liquidität mittels Factoring. Die Finanzkrise hat viele Metallverarbeiter einen erheblichen Teil des Eigenkapitals gekostet und der nun folgende schnelle konjunkturelle Aufschwung bindet zusätzlich Kapital im Unternehmen, beispielsweise durch den stark steigenden Bedarf an Rohstoffen sowie hohe Energiekosten. Alternative Finanzierungen wie Factoring gewinnen im Metallhandwerk und in der Metallindustrie weiter an Bedeutung und ergänzen den klassischen Bankkredit.

Die Funktionsweise von Factoring in der Metallindustrie und Metallverarbeiter

Beim Factoring verkauft der Metallverarbeiter fortlaufend seine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoring-Gesellschaft gegen sofortige Zahlung des Kaufpreises. Beim klassischen Full-Service Factoring sind mit Finanzierung, Versicherung der Forderungsausfälle und Debitorenmanagement sämtliche Aspekte des Factoring für die Metallindustrie in einer Dienstleistung vereint. Verschiedene Modelle haben sich am Markt etabliert, besonders beliebt ist zum Beispiel das Ausschnittsfactoring. Dabei können bestimmte Kundengruppen wie Skontozahler im Vorfeld der Zusammenarbeit vom Factoring ausgeschlossen und unnötige Kosten eingespart werden.

Finanzierung von Forderungen im Metallhandwerk

Bei den meisten Metallunternehmen steht die Finanzierung und damit schnelle Liquidität im Vordergrund für den Einsatz der Finanzierungsdienstleistung Factoring. Der Metallverarbeiter erhält einen sofortigen Liquiditätszufluss durch den Verkauf seiner Forderungen. Er muss nicht warten, bis der Debitor die ausstehenden Rechnungen begleicht, sondern bekommt rund 80 Prozent der Summe innerhalb von zwei Werktagen über sein Factoring-Konto ausgezahlt. Die restliche Summe dient als Sicherheitseinbehalt für den Fall, dass der Debitor die Rechnung kürzt und wird abzüglich einer Gebühr ausgezahlt, wenn der Factor die Rechnungssumme erhalten hat. Die fortlaufende Sicherstellung der Liquidität bringt viele Vorteile. Der Metall- oder Blechbearbeiter kann auf diese Weise Rechnungen seiner Lieferanten zeitnah begleichen und so im Einkauf Skonto realisieren. Im Gegenzug kann er seinen Kunden längere Zahlungsziele einräumen, was ihm deutliche Wettbewerbsvorteile verschafft. Die Metallverarbeitende Industrie ist aufgrund ihres in der Regel hohen Wareneinsatzes optimal für den Einsatz von Factoring geeignet, den es bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur direkten Kostenkompensation.

Absicherung gegen Forderungsausfall und Forderungsmanagement in der Metallindustrie

Neben der Finanzierung übernimmt der Factor auch das Ausfallrisiko der Forderungen (echtes Factoring) im Metallhandwerk. Mögliche Zahlungsausfälle sind so versichert, die Gefahr einer Existenzgefährdung durch einen oder mehrere Rechnungsausfälle wird deutlich gemindert. Gegenstand dieser Warenkreditversicherung ist der Versicherungsschutz gegen Ausfälle von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Neben Finanzierung und Ausfallschutz ist das Outsourcing des Forderungsmanagements ein weiterer Vorteil für den Factoring-Einsatz. Dazu gehört neben der Debitorenbuchhaltung auch das Mahnwesen. Das Factoring-Unternehmen verbucht sämtliche Ausgangsrechnungen und stellt seinen Kunden eine taggenaue Debitorenbuchhaltung zur Verfügung. Sollte doch einmal ein Debitor nicht bezahlen, betreibt die Factoring-Gesellschaft das Mahn- und Inkassowesen für den Metall- und Blechbearbeiter

Factoring ist dank seiner Funktionsweise und zahlreichen Vorteile ein wichtiger strategischer Baustein der Unternehmensfinanzierung und ergänzt die klassischen Instrumente wie Bankkredit perfekt. Während jedoch beim Kredit zusätzliche Sicherheiten hinterlegt werden müssen, ist das beim Factoring für die Metallindustrie nicht der Fall.

Weitere Informationen unter www.elbe-factoring.de

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