Erfolgreich Führen in Veränderungsprozessen Teil 1

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Unternehmen verändern sich. Menschen verändern sich. Aber nicht immer verändern sich die Menschen in den Unternehmen so, wie das Unternehmen es benötigt. Die Veränderung muss sich ihre Anhänger suchen. Noch drastischer eine Formulierung von Jack Welch: „Die Veränderung hat keine Anhänger. Die Menschen hängen am Status Quo. Man muss auf massiven Widerstand vorbereitet sein. "

George Bernard Shaw hat einmal gesagt, dass sich die vernünftigen Menschen der Welt anpassen und die Unvernünftigen versuchen, sie zu verändern. Ist demnach Veränderung unvernünftig? Oder hat Shaw eher gemeint, dass wir denen, die ihrer Zeit voraus waren und sind den Fortschritt zu verdanken haben?

Spricht man über Veränderungsprozesse in Unternehmen, so fällt sehr schnell der Begriff des Change Management – deutsch: Änderungs- oder Veränderungsmanagement. Wenn man dann weiterhin betrachtet, was hiermit wiederum gemeint ist, geht es um die laufende Anpassung von Unternehmensstrategien und -strukturen an die Rahmenbedingungen, denen sich das Unternehmen gegenüber sieht. Rein rational betrachtet handelt es sich demnach lediglich darum, intern etwas so zu verändern, dass es mit externen Faktoren – Markt, Lieferanten, Kundenanforderungen, technischem Fortschritt etc. – kompatibel ist. Warum aber stellt sich dann für Unternehmen oftmals ein Veränderungsprozess so problematisch dar, dass Berater ins Haus gerufen werden? Sicherlich um das Unternehmen mit Marktanalysen, neuesten Soft- und Hardwareerrungenschaften und weiteren Lösungen zu versorgen, die bei der Schulterung der Anforderungen von außen helfen sollen. Aber warum funktioniert es dennoch oft nicht gleich so, wie Entscheider es sich vorstellen und wünschen? Weil es neben rein rationalen Faktoren auch noch den Faktor Mensch in Unternehmen gibt? Der Mensch – die Emotion pur, wenn auch individuell unterschiedlich stark ausgeprägt.

Kommen wir noch einmal auf Jack Welch zurück, einem Ex-Vorstandsvorsitzenden von General Electric: Er muss wohl wissen, wovon er spricht, denn kein Manager hat so viele Veränderungen in solcher Geschwindigkeit durchgeführt wie er und damit maßgeblich das Managementdenken seiner Zeit beeinflusst. Wenn er nun sagt, dass Menschen am Status Quo hängen, so stellt sich hier die Frage, warum das so ist und wie man dem Abhilfe schaffen kann.

Und genau hier liegt das Geheimnis einer erfolgreichen Führungskraft in Zeiten von Veränderungen: Sie ist auf den massiven Widerstand der Mitarbeiter vorbereitet. Wie sieht dieser Widerstand aus? Er spiegelt sich in einem Kreislauf von Bedenken wider: Ob das wohl alles so stimmt? Warum soll plötzlich alles anders gemacht werden? Was zieht das alles mit sich? War die Leistung bisher nicht ausreichend? Man könnte hier noch zahlreiche Formulierungen hinzufügen, die sich in ihrer Essenz nicht nennenswert unterscheiden würden: Die mangelnde Bereitschaft zur Veränderung.

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