Durch Inkassounternehmen Forderungsausfälle kostengünstig reduzieren

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Unverschuldet in die Insolvenz

Ein Alptraum für jeden Unternehmer: Schwarze Schafe unter den Kunden begleichen ihre Rechnung nur zum Teil, andere zahlen verspätet oder überhaupt nicht. Die Außenstände wachsen so stark an, dass die Liquidität trotz guter Auftragslage nicht mehr zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ausreicht: Forderungen Dritter können nicht beglichen, Löhne und Gehälter nicht ausgezahlt werden. Ein Teufelskreis beginnt, der nach der Sperrung von Kreditlinien durch die Bank nicht selten in der Insolvenz endet. Schlechte Zahlungsmoral und Versuche, mit vorgeschobenen Reklamationsgründen den Rechnungsbetrag zu drücken, nehmen immer mehr zu - Tendenz steigend. Weiterer Grund für das Nichtbezahlen von Rechnungen ist die Überschuldung von Unternehmen, bei privaten Schuldnern sind es z.B. Arbeitslosigkeit und Lebenskrisen. Vom Forderungsausfall betroffen sind Unternehmen aller Wirtschaftszweige und Größe, gleich ob in Handwerk, Industrie oder Handel. Auch Finanzdienstleister, Serviceanbieter und Freiberufler gehören dazu.
Vor dem Gang zu Rechtsanwalt und Gericht jedoch scheuen viele Gläubiger zurück. Sie wissen, dass der Klageweg langwierig, kostspielig und häufig fruchtlos ist und dass die herkömmlichen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen nur selten den gewünschten Erfolg bringen. Denn ein Titel bedeutet noch lange nicht Zahlungseingang. Sind die Schuldner unbekannt verzogen oder befinden sich auf dem Weg in die Insolvenz oder den Konkurs, wird er schnell zum wertlosen Dokument.

Mit professionellem Inkasso aus der Forderungsmisere

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Beitreiben offener Forderungen - das Inkasso - genauso wichtig wie das Gewinnen und Halten von Neukunden. Allerdings müssen die notwendigen Schritte frühzeitig eingeleitet werden, um Forderungsausfälle weitgehend zu minimieren.
Inkasso ist im Geschäftsleben ein ganz alltäglicher Vorgang. Wird mit dieser Aufgabe ein Inkasso-Unternehmen beauftragt, handelt es sich um nichts anderes als um das Outsourcing des betrieblichen Mahnwesens an einen spezialisierten Dienstleister. Mit ihrer Sachkenntnis sind erfahrene Inkasso-Unternehmen in der Lage, die effektivsten Mittel gegenüber Schuldnern gezielt einzusetzen. Dabei sind sie nachgewiesenermaßen erfolgreicher, als wenn Unternehmen selbst ihre Forderungen beitreiben: Die Realisierungsquote liegt im Durchschnitt zwischen 40 und 60 Prozent - und das bei deutlich niedrigeren Kosten. Ziel der Maßnahmen ist es, die Forderungen der Auftraggeber schnell und kostensparend zu realisieren. Dadurch werden nicht nur dem Betrieb finanzielle Mittel zugeführt und die Liquidität gesichert, sondern jedes Jahr fließen viele Milliarden Euro in den volkswirtschaftlichen Kreislauf zurück. Nicht zuletzt tragen die Inkasso-Unter­nehmen erheblich zur Entlastung der Gerichte und zur Beschleunigung der Rückzahlungen bei.
Die Bandbreite der Tätigkeit von Inkasso-Unternehmen ist groß. Sie reicht von der Einziehung nicht ausgeklagter unbestrittener Forderungen über die Einschaltung von Rechtsanwälten zur Erwirkung eines Titels, die Beitreibung titulierter Forderungen bis zum Überwachungs-In­kasso, in dem nicht realisierbare Forderungen gepflegt und regelmäßig auf neue Chancen zur Beitreibung geprüft werden. Hinzu kommt die Beratung der Gläubiger vor und während des Beitreibungsprozesses. Außerdem werden mittels Bonitätsprüfungen bei den zuständigen Gerichten und Recherchen bei weiterführenden Stellen wichtige Informationen über die Schuldner ermittelt.
Die Aktivitäten sind zunächst auf die schnellstmögliche außergerichtliche Realisierung der Forderungen gerichtet. Sollte das nicht fruchten, steht den Gläubigern über die Inkasso-Unternehmen die gesamte Palette des gerichtlichen Mahnverfahrens - von der Titulierung bis zur Zwangsvollstreckung - zur Verfügung. Dies geschieht in der Regel in Zusammenarbeit mit spezialisierten Kooperationsanwälten.

Fingerspitzengefühl gefragt!

Das vorgerichtliche Inkasso setzt auf schriftliche Zahlungsaufforderungen sowie Telefon- und Außendienstinkasso als gebräuchlichste Instrumente. Dagegen kommen im gerichtlichen Mahnverfahren der Mahn- und Vollstreckungsbescheid sowie Zwangsvollstreckungen und Eidesstattliche Versicherungen zum Einsatz. Ist es jedoch erst einmal so weit gekommen, muss nicht selten mit dem kompletten Forderungsausfall und zusätzlichen Kosten durch Gerichtskosten gerechnet werden. Das zeigt, wie wichtig die frühzeitige Einschaltung eines Inkasso-Unter­nehmens ist.
Der Erfolg der vorgerichtlichen Maßnahmen ist Resultat einer auf die Situation zugeschnittenen Vorgehensweise, in der die Psychologie eine wichtige Rolle spielt. Der erste Schritt bei der Einziehung ausgemahnter, nicht titulierter Forderungen ist die schriftliche, telefonische oder persönliche Kontaktaufnahme zum Schuldner. Dabei soll er unter Berücksichtigung seiner finanziellen Verhältnisse zur Bezahlung bewegt werden. Hauptziel dieser Kontakte ist es, in einer nicht emotional belasteten, konstruktiven Atmosphäre die konkreten Gründe für die Zahlungsverweigerung aufzudecken und angemessene Lösungen, etwa Vergleiche oder Ratenzahlungen, zu finden. Inkasso-Unternehmen sind kaufmännische geführte Gewerbebetriebe, die der Erlaubnispflicht durch die zuständigen Behörden unterliegen. Zum Schutz der Auftraggeber müssen die im Inkasso verantwortlichen Personen das Beherrschen der Sachkunde und ihre Eignung für diese Tätigkeit nachweisen.
Als Gewerbebetriebe arbeiten Inkasso-Unternehmen nicht nach Gebührenordnung, sondern erheben kaufmännisch kalkulierte Entgelte. Die Palette der Abrechnungsmodelle reicht von der Einzelfallvergütung über die pauschale Abrechnung bis zur Erfolgsprovision. Auch Mischformen sind möglich, ebenso können die Kosten Mitgliedsgebühren beinhalten oder auf bestimmte Fallzahlen pro Jahr Bezug nehmen.
In der Regel richten sich die Honorare nach Preislisten, die Bestandteil des Vertrages sind. Insbesondere bei kleineren Inkasso-Unternehmen sind sie auch frei aushandelbar. Muss ein Fall, z.B. wegen der Vermögenslosigkeit des Schuldners, ergebnislos abgeschlossen werden, fallen meist reduzierte Pauschalen an.
Die Vielzahl der Vergütungsarten macht die Beauftragung von Inkasso-Unternehmen gerade auch für kleine Betriebe, bei denen nur wenige Aufträge im Jahr anfallen, interessant.

Für die Zukunft besser wappnen

Um sich vor Forderungsverlusten zu schützen, ist für Unternehmen vor allem die sorgfältige Auswahl der Kunden wichtig - gleich, ob es sich um einen unbekannten Neukunden oder einen wackeligen Bestandskunden, um eine größere Bestellung oder die Vorfinanzierung eines Auftrages handelt. Dazu recherchieren Inkasso-Unternehmen, was bisher über die Zahlungsmoral und das Zahlungsverhalten bekannt geworden ist. Außerdem sollten Auftraggeber im Vorfeld auf solide Vertragsvereinbarungen und einwandfreie Gläubigerleistungen achten. Forderungen können beispielsweise durch Eigentumsvorbehalt, Schuldmitübernahme oder Bürgschaften abgesichert werden.
Bei aller Vorsorge gilt jedoch auch in Zukunft: Rasches Handeln ist ein Erfolgsfaktor! Bereits bei den ersten Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten sollte ein Inkasso-Unternehmen hinzugezogen werden. Es sorgt dafür, dass ein Kunde gar nicht erst zum säumigen Schuldner wird, so dass sich der Auftraggeber mit voller Kraft seiner Geschäftstätigkeit widmen kann.

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