Der Berater als Marke?

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Warum es so schwer ist, am Buffet die richtigen Antworten zu geben, und wie sich Berater deutlich vom Wettbewerb abheben können

Donnerstagabend; nach dem Vortrag trifft man sich am Buffet: „Was machen Sie beruflich?“ Die übliche Frage – und dann kommt Ihr Einsatz: Beschreiben Sie Ihre Beratungsleistung in einem Satz, skizzieren Sie im nächsten, was Ihre Beratung von anderen unterscheidet und was daran das Besondere ist. Versuchen Sie es jetzt gleich mal! Wenn Ihnen die Selbstbeschreibung spontan gelingt, gehören Sie zur Minderheit. Die meisten Berater und Firmeninhaber haben mit dieser Aufgabe gehörig Probleme. Sie haben zwar eine Ahnung von ihrer Unternehmensidentität – auf den Punkt bringen können es aber die wenigsten.

Viele Verantwortliche sprechen in diesem Zusammenhang gerne über ihre Firmen-CI. In der überwiegenden Zahl der Fälle meinen sie hier aber das Erscheinungsbild, also das Corporate Design – kurz CD. Mit der CI, der Corporate Identity oder zu Deutsch der Unternehmensidentität, haben sie sich bislang kaum beschäftigt. Hierbei dreht sich alles um Inhalte: Image, Positionierung und Emotionen spielen die Hauptrolle. Und genau diese Basis ist wichtig. Denn nur wer die eigene Identität kennt, wer also weiß, wie er ist, wie er gesehen werden möchte und welches Bild die anderen von ihm haben, der kann selbst­bewusst auftreten – bei Kunden, Mitarbeitern und Multiplikatoren. Das ist bei Unternehmen nicht anders als beim Individuum.

Die Basis muss stimmen

Die Unternehmensidentität bildet die Basis für Kommunikation und Verkaufserfolg. Diese Basis zu legen, bedarf einiger Mühe und eines zeitlichen und finanziellen Aufwands. Doch haben Sie diese Arbeit geleistet, helfen Ihnen die getroffenen Festlegungen ganz entscheidend im Geschäftsalltag und bei der Neukundenakquise. Weder Sie noch Ihre Mitarbeiter müssen dann jedes Mal aufs Neue überlegen, welche Botschaften bei Pressearbeit, Werbung und Marketing gesendet werden sollen. Dann ist klar, welches Image das Unternehmen aktuell hat, welches Sollbild es erreichen will und an welchen ‚Stellschrauben‘ zu drehen ist, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Kommunizieren mit Strategie

Warum sollten Sie überhaupt kommunizieren? Weil Sie nicht nicht kommunizieren können, wie schon der Wissenschaftler Paul Watzlawick

feststellte. Vor allem aber, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen und verfügbare Mittel effizient einzusetzen, sollten Sie eine individuelle Kommunikationsstrategie entwickeln. Die strategische Konzeption spart eine Menge wertvoller Ressourcen – sowohl finanziell als auch zeitlich. Denn gezielte Maßnahmen stärken die Wahrnehmung und unterstützen Ihren geschäftlichen Erfolg.

Für viele Unternehmen ist es schwer, die Schritte hin zu einer strategischen Kommunikation allein zu gehen. Oftmals fehlen Zeit und Know-how. Aber auch der ‚innere Schweinehund‘ muss überwunden werden, um ein solches Thema ernsthaft anzupacken. Hier helfen externe Berater: Sie analysieren die Situation, finden in Workshops heraus, wo das Unternehmen steht und wohin die Entwicklung gehen soll. Sie entwerfen als Ergebnis eine konkrete Strategie, die zu einer nachhaltigen Imageverbesserung und zum geschäftlichen Erfolg beitragen kann. Bei konzentrierter Arbeit sollten Sie etwa sechs Wochen für Analyse und Konzeption einplanen. Die Kosten bleiben überschaubar und rechnen sich bereits mittelfristig über Imagegewinn, Präsenz im Markt und neue Kunden.

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