Den Aufschwung in der Zeitarbeit mit Factoring meistern: Factoring für Zeitarbeit, Personaldienstleistung und Arbeitnehmerüberlassung

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Seit wenigen Monaten entspannt sich der Arbeitsmarkt. Die wirtschaftliche Erholung setzt ein. Die Nachfrage nach Arbeitskräften und Finanzierung wie Factoring steigt. Die größten Zuwächse sind derzeit in der Zeitarbeit, Personaldienstleistung und Arbeitnehmerüberlassung zu verzeichnen. Unternehmen halten sich mit Neueinstellungen zurück und gleichen den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften über Personal aus Firmen der Zeitarbeit und Personaldienstleistung aus. Ebenfalls rückt die Sicherung mittels Factoring mehr und mehr in den Vordergrund.

Der Markt für Zeitrabeit und Personaldienstleistung ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und immer mehr Unternehmen haben mittels Zeitarbeit offene Stellen besetzt. Aufgrund des Marktumfeldes in den vergangenen beiden Jahren kam es zu deutlichen Einschnitten in der Zeitarbeit. Erfolgreich werden auf Dauer die Personaldienstleister sein, die exzellente Vertriebs- und Marketingstrukturen haben und die es vor allem schaffen, ihre Liquidität dauerhaft zu sichern. Denn Liquidität über Factoring ist im aktuellen Aufschwung jetzt notwendiger denn je.

Da die meisten Personaldienstleister in der Zeitarbeit jedoch eine für diese Branche typisch niedrige Eigenkapitalquote haben, ist es für viele Unternehmen nicht einfach, liquide zu bleiben. Banken sind gerade in der jetzigen Lage noch kritischer bei der Kreditvergabe; schnell werden Linien gekürzt oder zusätzliche Sicherheiten verlangt. Dazu kommt die schlechte Zahlungsmoral vieler Unternehmen, Rechnungen werden oft erst nach 30 Tagen oder noch später beglichen. Da Gehälter, Sozialabgaben und Verbindlichkeiten dennoch bezahlt werden müssen, suchen viele Personaldienstleister nach alternativen Finanzierungen wie Factoring.

Eine Möglichkeit bietet hierbei der Verkauf bestehender und zukünftiger Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft. Unter Factoring versteht man den fortlaufenden Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factoring-Institut. Zeitarbeitsunternehmen und Personaldienstleister erhalten sofort rund 80 Prozent der Rechnungssumme ausgezahlt und könenn damit aktiv arbeiten. Die restliche Summe, abzüglich einer Gebühr, wird ausbezahlt, wenn der Debitor die Forderung beglichen hat. Zudem sind die Forderungen im Factoring gegen Ausfall versichert. Der Personaldienstleister sichert mit Factoring seine Liquidität ohne zusätzliche Sicherheiten. Er ist unabhängig vom Zahlungsverhalten seiner Kunden und kann zum Beispiel eigene Verbindlichkeiten pünktlich begleichen oder auch Kredite zeitnah abbauen bzw. ablösen.

Factoring für Zeitarbeit und Personaldienstleister: Ein Praxisbeispiel aus der Arbeitnehmerüberlassung

Ein Unternehmen aus der Zeitarbeit setzt auf Factoring in seiner Gründungs- und Wachstumsphase. Der Geschäftsführer, früher selbst langjähriger Disponent in einer Gesellschaft für Personaldienstleistung, gründete im August 2010 sein eigenes Zeitarbeitsunternehmen. Heute beschäftigt er rund 65 Mitarbeiter in ganz Deutschland mit einem Umsatz von 1,8 Mio. Euro. Der Vermittlungsschwerpunkt liegt in den kaufmännischen und gewerblichen Bereichen. Großer Wert wird auf die intensive Mitarbeiterbindung gelegt, denn schnell ist ein guter Mitarbeiter vom Wettbewerb abgeworben. So erhält im Gegensatz zu vielen anderen Firmen jeder Mitarbeiter einen eigenen Firmenwagen und wird auch im Krankheitsfall mit Lohnfortzahlung weiter beschäftigt. Über diese Mitarbeiterbindung wird eine starke Kundenbindung erreicht, denn mehr und mehr Unternehmen fragen nach denselben Mitarbeitern, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben.

Finanzierung in der Gründungsphase

Gerade die Gründungsphase stellte sich für das Zeitarbeitsunternehmen beschwerlich dar. Mehr als drei Kreditinstitute erteilten für das geplante Vorhaben Absagen. Die Begründungen waren meist dieselben. Die Finanzierung von Gründern ist für die Bank risikobehaftet. Es liegen nur wenig Sicherheiten vor, das Geschäftsmodell ist nicht innovativ bzw. es handelt sich bei Zeitarbeit und Personalleasing um eine Risikobranche und mögliche Kredite sind zu kostenintensiv. Am besten meldet sich der Personaldienstleister wieder, wenn man sich in ein bis zwei Jahren erfolgreich am Markt etabliert hat. Über die Recherche nach alternativen Finanzierungsinstrumenten gelangte man zur Dienstleistung Factoring. Im gemeinsamen Erstgespräch wurde der Geschäftsplan analysiert und vor allem die bestehende Debitorenstruktur. Da es sich in der Regel um bonitätsstarke mittelständische Unternehmen handelte, die den Zeitarbeitsservice in Anspruch nehmen und vereinbarte Zahlungsziele von 60 Tagen einhalten, entschied sich das Factoring-Institut für die Zusammenarbeit mit dem Personaldienstleister.

Start und Zusammenarbeit mit Factoring

Innerhalb weniger Tage bereitete der Unternehmer die Kunden- und Rechnungsdaten auf. Die Warenkreditversicherung bestätigte weitgehend die gewünschten Ankauflimite für die Debitoren. Die Kunden wurden im Rahmen einer offenen Kommunikation informiert. Das Feedback der Debitoren war durchweg positiv. Bereits in der dritten Woche nach Vertragsbeginn kaufte das Factoring-Institut die ersten Forderungen an. Seitdem wird der Rechnungslauf jeden Freitag durchgeführt und die Daten in Kopie auf dem elektronischen Wege an den Factor übermittelt. Nach Übermittlung der Rechnungsdaten erhält er sein Geld am Dienstag folgender Woche gutgeschrieben. Nach zweijähriger Marktpräsenz ist das Unternehmen bei seinen Bestandskunden gut etabliert. Durch den Einsatz von Factoring arbeitet man mit planbarer Liquidität. Erste Bankgespräche zur Begleitung des weiteren Wachstums mittels KK-Linien verlaufen positiv.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.elbe-factoring.de 

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