Das Schattenrating

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Was ist das Schattenrating? Von einem Schattenrating sprechen Ratingagenturen, wenn es dem Auftraggeber des Ratings, in der Regel das Unternehmen selbst, wichtig erscheint, eine unabhängige Beurteilung durch eine Ratingagentur zu erhalten, ohne diese bereits Dritten wie Kreditinstituten, Beteiligungsgesellschaften, Gesellschaftern und anderen offen zu legen.

Wozu ein Schattenrating?

Die Erkenntnisse aus dem Schattenrating ermöglichen dem Unternehmen, gezielte Strukturmaßnahmen im Bereich der Unternehmensfinanzierung wie auch bei der Risikosteuerung und den Haftungsstrukturen vorzunehmen. Dies geschieht mit dem Ziel, den Anforderungen des regionalen (Banken) wie auch des überregionalen Kapitalmarkts (z. B. KfW, BayBG, Freiverkehr) gerecht zu werden.

  • Ratingcheck (Schattenrating) von Unternehmen = Fit für das Rating
  • Ratingadvisory ermöglicht bessere Kreditkonditionen
  • Auf einer Augenhöhe mit der Bank verhandeln
  • Nutzen des Unternehmens durch Ratingcheck

Externes Rating

Das externe Rating eines Unternehmens wird durch eine unabhängige Agentur durchgeführt. Der Auftrag-geber, meist das Unternehmen selbst, entscheidet über Umfang und Details der Durchführung. Das Unternehmen erhält detaillierte Ergebnisse und kann diese zu auch für andere Zwecke als die Beantragung eines Kredites, wie z.B. das Marketing, weiter verwenden. Die Entscheidung, wie das Rating-Ergebnis am Ende verwendet wird, liegt alleine beim Auftrag gebenden Unternehmen. Die Vorteile eines externen Ratings liegen in der Neutralität der Rating-Agentur, in der Möglichkeit, das Ergebnis vielseitig verwenden zu können und in der meist größeren Transparenz des Verfahrens. Das externe Rating muss nicht mit hohen Kosten verbunden sein. Ein Solvenzcheck der kostet ab 50,- Euro und kann aber ein Vielfaches durch verbesserte Zinskonditionen einsparen.

Ein Unternehmen kann in verschiedenen Bereichen einen Nutzen aus einem Rating ziehen. Ein gutes Rating kann sowohl Einfluss auf die Finanzierungskonditionen als auch auf das Image eines Unternehmens nehmen. Außerdem kann es einem Unternehmen auch eine bessere Position beim Aushandeln von Konditionen verschaffen. Der Unternehmer wird durch die Kenntnis seiner Bonität befähigt, auf einer Augenhöhe mit der Bank zu verhandeln. Es kann zudem dabei helfen, alternative Finanzierungsquellen zu erschließen und Infor-mationsdefizite zwischen Geschäftspartnern abzubauen.

Ein gutes Ergebnis kann außerdem zur Kommunikation der Bonität eines Unternehmens gegenüber

  • Lieferanten,
  • Kunden,
  • Kooperations-/Geschäftspartnern,
  • Mitarbeitern
  • sowie Kapitalgebern

herangezogen werden. Zusätzlich kann es dazu eingesetzt werden, ein positives Image für das Unternehmen in der Außendarstellung zu schaffen. Das Rating kann dabei zum Beispiel als eine Art Gütesiegel dienen. Auch bei der Gewinnung neuer Kunden oder bei der Schaffung neuer Geschäftsbeziehungen kann ein gutes Rating-Ergebnis als Werbung eingesetzt werden.

Die Ergebnisse eines Ratings zeigen außerdem Stärken und Schwächen eines Unternehmens auf und können Verbesserungsansätze liefern.

Es gibt Plattformen, die Rating Services als webbasierte Auswertungen rund um die Analyse von Bilanzdaten zur Verfügung stellen.

Durch einen Solvenzcheck erhält der Unternehmer ein sogenanntes Schattenrating vor Auslieferung des Jahresabschlusses an die Bank. Die Analyse der ratingrelevanten Bilanzkennzahlen und deren Optimierung bedeutet für den Unternehmer Transparenz über die ratingrelevanten Kennzahlen und der Bonitätseinstufung seines Unternehmens.
Unternehmer können ihre Kreditkonditionen aber auch positiv beeinflussen. Grundsätzlich gilt: Je besser die Bonität, desto günstiger die Kredite. Bereiten Sie daher Ihr Unternehmen möglichst frühzeitig auf das Rating vor!

Die Ausfallwahrscheinlichkeit kann die Höhe des notwendigenEigenkapitalsfür einen Kredit bestimmen. Dies bedeutet für ein Kreditinstitut, dass für Unternehmen mit einer besseren Bonitätweniger Eigenkapital zurückzulegen ist, als für ein Unternehmen mit geringer Bonität bei gleicher Kredithöhe. Aufgrund der Änderungen durch Basel II gilt grundsätzlich, je besser das Rating-Ergebnis, umso niedriger der zu hinterlegende Eigenkapitalanteil für die Kreditgeber, die dann ihrerseits wiederum die besseren Kreditkonditionen an die Unternehmen weitergeben können.

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