Basel III und der deutsche Mittelstand: Wie können deutsche Unternehmen ihr Rating verbessern?

Fachbericht Unternehmensnachfolge

Im Jahr 2008 erschütterte die schwere globale Wirtschaftskrise die Finanzmärkte. Als Reaktion auf diese, durch den zusammengebrochenen Subprime Markt ausgelöste wirtschaftliche Katastrophe, verständigten sich die zwanzig größten Wirtschaftsnationen dahingehend, dass diese Krise eine strengere Regulierung der Kreditwirtschaft zur Folge haben muss. Ziel der Bankenregulierung ist die Stabilisierung des global vernetzten Finanzsystems. Obgleich Adressat des Abkommens die Bankenwelt ist, haben die Basel III Bestimmungen erhebliche Auswirkungen für Unternehmensfinanzierung mit Fremdkapital.

Welche Konsequenzen hat Basel III für mittelständische Unternehmen in Deutschland?

Die international gültige Übereinkunft Basel III, deren neue Regeln bis 2015 stufenweise umgesetzt werden, sieht u.a. eine Einschränkung der Fristenformation als einheitliche Liquiditätsvorschriften für Banken vor. Das bedeutet, dass langfristig gegebene Darlehen von Kreditinstituten ebenfalls langfristig und teurer refinanziert werden müssen. Zusätzlich werden Darlehen mit einem höheren Eigenkapital hinterlegt. Die Folge: es werden weniger Darlehen ausgereicht und Kurzfristdarlehen werden mit Risikoprämien belegt.

Laut der Tageszeitung „Die Welt“ vom 15.10.2013[1] schätzen Experten, dass die Geldinstitute Kreditanträge von Unternehmen zunehmend schärfer kontrollieren und für die Kreditvergabe zudem höhere Sicherheiten fordern.

Der bereits in Basel II aufgebaute Prozess der Kreditvergabe, insbesondere die Einführung eines Ratings auch für privatwirtschaftliche Unternehmen, bleibt bestehen. 

Wie kann der Unternehmer Einfluss nehmen auf seine Bewertung in den Ratingsystemen  und damit auf die Kreditzusage und Zinsbelastung?

Mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz unter 50 Mio. € und einem Kreditantrag bis 1 Mio. € (bzw. einem Gesamtdarlehensvolumen bei einer Bank von 1,5 Mio. €) fallen im Rahmen des Mittelstandskompromisses formal nicht unter die Verschärfungen von Basel III. Dennoch besteht eine starke Ausstrahlwirkung auf diesen KMU Bereich, da die Banksysteme eine vereinheitliche Ratingprozedur anstreben.

Entscheidend ist eine gute und offene Finanz-Kommunikation und Zahlentransparenz. Dies sollte aufgrund der Komplexität des Datenmaterials und deren Validität in einer IT-gestützten Lösung geschehen. Die laufende händische Erfassung und Aufbereitung ist sehr aufwändig und fehleranfällig. Das Buchhaltungssystem alleine ist hierfür nicht ausreichend. Mit IT-Systemen zur Unternehmenssteuerung, wie dem Seneca Controlling System, erreichen Sie ein laufendes, aussagekräftiges Reporting, welches das Unternehmen unaufgefordert seinen Kapitalgebern zur Verfügung stellen kann. Mit einem kommentierten Forecast und einer Liquiditätsvorschau wird Vertrauen gebildet und Maßnahmen, wie erweiterte Finanzierungen, werden langfristig vorbereitet.

Nutzen Sie grafische Analysen und ABC-Darstellungen, um Fragen des Ratings nach Organisationsgrad und Abhängigkeiten darzustellen. Im Ratingverfahren können nur diejenigen harten und weichen Faktoren positiv berücksichtigt werden, die auch transparent kommuniziert sind.

Spielen Sie Szenarien der Unternehmensfinanzierung durch: Wie kann ein Leasing oder eine Anleihe mit Kennzahlen beeinflussen. Welche Covenants fallen bei neuen Darlehen und alternativen Finanzierungen an. Mit einem geeigneten Controlling und Business Intelligence Werkzeug, wie dem Seneca Controlling, können Sie entsprechende Fragen leicht beantworten und diese auch bei Bedarf online während des Finanzierungsgesprächs erläutern. So verliert Basel III den Schrecken in der Unternehmensfinanzierung.

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